Die Umsatzsteueridentifikationsnummer (UstId-Nr) im EU-Handel

Wer als deutscher Unternehmer Kunden im EU-Ausland hat, kommt um eine Umsatzsteueridentifikationsnummer nicht herum, da durch diese die Umsatzbesteuerung für den EU Binnenhandel geregelt wird. Wer also Waren innerhalb der EU ausliefern oder erwerben möchte, muss eine entsprechende Umsatzsteueridentifikationsnummer vorweisen und auch beim Geschäftspartner einfordern, um steuerfreie Umsätze generieren zu können.

Diese wird von den Finanzbehörden als Bestätigung gesehen, dass der Leistungsempfänger bereit ist, die erhaltenen Leistungen im Zielland einer Umsatzbesteuerung unterziehen zu lassen. Wenn man also von Deutschland aus an eine Firma im EU-Ausland liefert, kann man die Umsatzsteuerfreiheit nur in Anspruch nehmen, wenn der Empfänger eine entsprechende USt-IdNr. vorweist. Die Gesetzgeber innerhalb der EU wollen damit erreichen, dass die Umsatzbesteuerung bei innergemeinschaftlichen Lieferungen im Empfängerland stattfindet.

Die Umsatzsteueridentifikationsnummer ist von Land zu Land unterschiedlich, weist jedoch überall gewisse Merkmale auf, die die Echtheit ausweisen sollen. So beginnt jede USt-IdNr. mit dem jeweiligen Länderpräfix, in dem der Inhaber der Nummer seinen Firmensitz hat. Dieses Präfix hat immer zwei Buchstaben und ist für Deutschland auf DE festgelegt. Dahinter folgen maximal 12 Buchstaben oder Zahlen, von denen die letzte jeweils eine Prüfziffer ist. Bei manchen Länder gibt es Irritationen, weil die erste Stelle nach dem Präfix als Buchstabe festgelegt wurde. Ein gutes Beispiel in diesem Bereich ist Österreich, deren USt-IdNr. jeweils mit AT beginnen und als nächstes Zeichen ein U gewählt wurde.

Als Unternehmer ist vor allem wichtig, dass der Geschäftspartner über eine Umsatzsteueridentifikationsnummer verfügt, die auch wirklich gültig ist. Sollten diesbezüglich irgendwelche Zweifel aufkommen, hilft eine Anfrage beim Bundeszentralamt für Steuern, welches dann eine entsprechende Überprüfung vornimmt. Um die getätigten innergemeinschaftlichen Lieferungen auch entsprechend steuerfrei halten zu können, muss quartalsweise eine sogenannte Zusammenfassende Meldung an das Finanzamt abgegeben werden, in der alle Umsätze mit der jeweiligen Umsatzsteueridentifikationsnummer aufgeführt werden. Reicht man die Meldung nicht ein, kann das Finanzamt die Umsatzsteuer nämlich noch nachträglich verlangen.